Wie viel Haus passt zu meinem Geldbeutel?

Der Traum vom Eigenheim

13.06.2018 | Autor: Lisa Zimpfer

Endlich den Traum vom Eigenheim verwirklichen – davon träumen viele, zumal niedrige Zinsen warten. Doch bei einem Blick in den eigenen Geldbeutel stellt sich schnell die Frage: wie viel Haus kann ich mir überhaupt leisten?

Diese Frage ist nicht pauschal zu beantworten und sollte in erster Linie mit dem Baufinanzierungsberater Ihres Vertrauens gemeinsam diskutiert werden. 

Grundsätzlich ist das Budget für den Hauskauf von verschiedenen Parametern abhängig:

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Wie viel Eigenkapital kann ich einbringen?

Zumindest die Erwerbsnebenkosten (Steuern, Notar, Makler) in Höhe von insgesamt ca. 10 % des Kaufpreises sollten durch Eigenkapital abgedeckt sein. Darüber hinaus gilt der Slogan "je mehr desto besser". Da die Risikoprämie, die Ihre Bank in den Kreditzins einkalkulieren muss, stark vom eingebrachten Eigenkapital abhängig ist, wird der angebotene Kreditzins niedriger sein, je mehr Eigenkapital Sie einbringen können. Empfehlenswert ist es sicherlich, insgesamt zwischen 20 % und 30 % Eigenkapital einzubringen. Nach oben gibt es natürlich keine Begrenzung.

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Wie viel Kredit sollte ich aufnehmen?

Wie viel Kredit man tatsächlich höchstens aufnehmen kann und sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Man sollte aber folgendes bedenken:

Über allem sollte stets der Leitsatz stehen, dass man sich von der Finanzierung und der damit einhergehenden monatlichen Belastung nicht einengen lassen darf. Unter dieser finanziellen Belastung darf die persönliche Lebensqualität niemals leiden. Der Sommerurlaub und der Restaurantbesuch sollten trotz der Immobilienfinanzierung nach wie vor möglich sein. 

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Wie sieht die langfristige Planung aus?

Außerdem sollte die Planung langfristig ausgerichtet sein: Wird in den nächsten Jahren Nachwuchs erwartet? Dann wird in dieser Zeit das zur Verfügung stehende Einkommen sinken, während gleichzeitig die Ausgaben steigen, so dass "unterm Strich" monatlich weniger zur Verfügung steht.

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Fazit

Die Zinsen bewegen sich derzeit auf einem historischen Tiefpunkt. Das verleitet viele zum Träumen von der eigenen Immobilie. Doch sollte stets beachtet werden, dass die Zinsen vermutlich nicht auf ewig derart niedrig sein werden. Insofern ist es ratsam, da die Zinsen niedrig sind, den Tilgungsanteil (d.h. den Anteil der tatsächlichen Rückzahlung) entsprechend zu steigern. Je höher meine finanzielle Leistungsfähigkeit ist, desto höher kann auch der Kreditbetrag sein.