Auslandssemester in Kalifornien

Teil 1 (12.01. - 02.02.2019)

Max Roser absolviert ein Auslandssemester an der California State University Channel Islands (CSUCI) und berichtet von seinen Erfahrungen.

Herzlich Willkommen zu dem Versuch, ein Auslandssmester in Textform festzuhalten. Zunächst etwas zu meiner Person im Schnelldurchlauf: Mein Name ist Max Roser, ich bin noch 19 Jahre jung, spiele Tennis und Volleyball, komme aus dem Achertal, momentan anzutreffen in Kalifornien.

So kam es also, dass ich im Rahmen meines dualen Studiums bei der Volksbank in der Ortenau die Möglichkeit bekam, mein viertes Semester außerhalb Deutschlands zu verbringen.

Nun aber zu den Fragen, warum und wieso ich gerade in Kalifornien anzutreffen bin:

Nach dem Startschuss für die Bewerbung um ein Auslandssemester legte ich sofort los und erkundigte mich über potenzielle Standorte. Letztendlich schafften es Singapur, Malaysia und die USA in die engere Auswahl. Doch ehrlich gesagt fiel die finale Entscheidung nicht schwer: Ich wollte unbedingt in die Vereinigten Staaten von Amerika und genauer gesagt nach Kalifornien. Zum einen spielte das gute Wetter eine große Rolle, da es dafür sorgt, dass selbst im Januar noch anagenehme 19 Grad Celsius herrschen. Auf der anderen Seite ist Kalifornien dafür bekannt, eine bunt gemischte Bevölkerung zu haben, denn hier leben viele Hispanics, Afroamerikaner, Asiaten und „born Americans“ zusammen und positionieren sich dadurch klar gegen den aktuellen politischen Trend in den USA. Außerdem erstrecken sich weltbekannte Städte wie Los Angelos, San Francisco, San Diego und Malibu entlang der Westküste Kaliforniens.

Trotz all der begehrten Reiseziele liegt der Fokus primär auf dem Studieren. Was sich zunächst etwas trocken anhören mag, ist im Uni-Alltag eben nicht so. Wie aus dem Titel zu entnehmen ist, bin ich an der California State University Channel Islands. Die recht junge Universität liegt nahe der Stadt Camarillo und auf halber Strecke zwischen Los Angeles und Santa Barbara. Die Universität wird aktuell von 7034 Studenten besucht und bietet eine Vielzahl an Studiengängen an. Desweiteren verfügt sie über eine eigene große Bibilothek, eine Sporthalle, diverse Geschäfte, eine Vielzahl an Essensmöglichkeiten und diverse Außenanlagen. Der gesamte Campus ist von leichten Gebirgszügen umgeben. Gerade wegen der genannten Möglichkeiten entschied ich mich, auf dem Campus zu wohnen. Genauer gesagt wohne ich in Anacapa Village, einem Studentenwohnheim, das ideal an den Campus angrenzt. Dort wohne ich in einem kleinen Appartment mit Küche, Wohnzimmer, zwei Bädern und vier Schlafzimmern. Meine „Roommates“ und ich sind alle ungefähr im gleichen Alter, sodass es nicht schwer war, neue Freundschaften zu schließen. Sie waren von Beginn an hilfsbereit und nahmen mich freundlich auf.

Mein Unialltag besteht montags, dienstags und donnerstags aus Vorlesungen, die sich aus folgenden vier Kursen zusammen setzen: „managerial accounting“, „intro social business“, „business law“ und „business operations“. Neben den Vorlesungen halte ich mich durch Sport und das Fitnessstudio fit. Natürlich bleibt auch genügend Zeit, am Pool des Wohnheims zu relaxen oder für Minigolf, Kino oder Trips an den Pazifik. An dieser Stelle möchte ich noch anmerken, dass der Vorlesungsstil hier ein ganz anderer ist als in Deutschland, denn es erinnert teilweise an klassischen Schulunterricht. Es gibt von Vorlesung zu Vorlesung „homework“. Ebenso wird großen Wert auf Beteiligung während der Vorlesung gelegt. Diese Faktoren zusammen mit den „mid-terms“ sowie „final-exams“ fliessen in die Endnote ein. Dabei gibt es folgenden großen Vorteil: nahezu alles ist digital.

Nach meinen ersten drei Wochen in Kalifornien kann ich sagen, dass ich die richtige Wahl getroffen habe, hierher zu kommen. Ich freue mich sehr auf die nächsten Tage, Wochen und Monate in denen ich hoffentlich viel erleben werde. Am Ende dieses ersten Blog-Veruchs, möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich ausdrücklich bei der Volksbank in der Ortenau zu bedanken, die mir persönlich diese Möglichkeit bietet, aber gleichzeitig auch allen anderen Interessenten für die Zukunft mit auf den Weg geben, wie eine abwechslungsreiche und lohnenswerte Ausbildung aussehen kann. Als nächstes Highlight steht für mich der Super Bowl an, da sich neben Tom Brady mit den New England Patriots auch die nahe gelegenen Los Angeles Rams für das Finale qualifiziert haben.

Zum Schluss noch die Antwort auf eine brennende Frage vieler Deutschen: Gibt es wiklich an jeder Ecke oder Kreuzung ein Fast-Food Restaurant? Gefühlt ja.

Der 2. Teil dieser Serie folgt in 3 Wochen. Bis dann. Euer Max.