Auslandssemester in Kalifornien

Teil 2 (03.02 - 24.02.2019)

Max Roser absolviert ein Auslandssemester an der California State University Channel Islands (CSUCI) und berichtet von seinen Erfahrungen.

Wie im ersten Teil angekündigt, ist es nun an der Zeit, ein Update meiner Erlebenisse in Kalifornien zu liefern. Zunächst möchte ich meinen Kommentar zum hoch gehandelten Super Bowl 2019 abgeben. Nun ja es gibt nicht wirklich viel zu sagen: Tom Brady hat seinen sechsten Titel. Die Qualität des Spiels lässt sich recht gut mit den eher durchwachsenen Werbespots vergleichen, aber dafür war die Stimmung umso besser. Es ist wohl offensichtlich, dass ich etwas enttäuscht war vom Spiel. Dennoch war es eine tolle Erfahrung, weil ich erleben durfte wie Amerikaner den Super Bowl vergöttern. Wir waren ungefähr 15 Leute und jeder brachte Essen und Getränke mit. Kurz gesagt: es gab ausreichend Verpflegung für mindestens 30 Leute, um nicht zu untertreiben.

Zurück im Alltag, musste ich erstmal die Erfahrung machen, wie sinflutartig es hier regnen kann. Zugleich bietet der nächste Tag widerum die ideale Gelegenheit, sich einen ordentlichen Sonnenbrand abzuholen. Selbstverständlich habe ich beides mehr oder minder freiwillig ausgenutzt.

Nach nun fast sechs Wochen Vorlesung kann ich sagen, dass ich mich auf jeden Fall an die Art und Weise, wie die Vorlesungen gehalten werden, gewöhnt habe. Ebenfalls habe ich auch den Eindruck, dass mein Englisch von Tag zu Tag besser wird. In meinem Kurs “business operations” habe ich schon eine erste Präsentation über “managing quality” gehalten. In meinem anderen Kurs “intro to social business”, wurde uns vergangene Woche aufgetragen mit einem dreimonatigen Projekt zu beginnen. Ziel ist es, ein “social business” zu entwickeln und aufzustellen. Momentan befindet sich meine Gruppe noch in Orientierungsphase, um ein passendes “social issue” als Grundlage zu finden.

Neben dem Uni-Alltag habe ich nun endlich eine Möglichkeit gefunden Tennis zu spielen. Durch Zufall habe ich meinen jetzigen Coach Ben getroffen. Als er mich an einer Tenniswand spielen sah, kam er auf mich zu und fragte, ob ich nicht mit seinen Jungs trainieren wollte. Einer seiner Spieler war im Alter von zehn Jahren unter den Top 10 der USA. Demnach muss ich mich ganz schön ins Zeug legen, um mit denen überhaupt mithalten zu können. Auf jeden Fall kann ich sagen, dass es Gold wert war an diesem einen Tag an die Tenniswand zu gehen. Von nun an kann ich montags, mittwochs und freitags regelmässig trainieren.

Auch die Uni sorgt für tolle Events wie zum Beispiel die monatlichen Blockparties oder einem Snow-Day auf dem Campus. Neben all dem war mein bisheriges Highlight mein Ausflug mit meinen “roommates” nach Malibu. Dahin, wo die Reichen und die Schönen leben. Es war schon ein einmaliges Erlebnis den Highway No 1 entlang der Küste nach Malibu zu fahren, weil es einfach so typisch amerikanisch ist. Neben einer grossen Biker-Bar sieht man unzählinge “muscle cars”. Wenn man den Strand entlang laüft, sieht man Surfer und Klippenspringer sowie Robben und Delfine.

In den nächsten drei Wochen stehen für mich am Ende die “mid-terms” an. Für diese gilt es, sich gut vorzubereiten, da sie wichtig für die Endnote sind. In der Woche danach heißt es dann schon “Spring Break”, wozu ich mir schon einige Gedanken gemacht habe. Also, bis bald.