Auslandssemester in Kalifornien

Teil 3 (25.02 - 19.03.2019)

Max Roser absolviert ein Auslandssemester an der California State University Channel Islands (CSUCI) und berichtet von seinen Erfahrungen.

Es sind schon wieder drei Wochen wie im Flug vergangen, was bedeutet, dass ein Update fällig ist. Die letzten drei Wochen lassen sich perfekt in folgende Teilbereiche einteilen: Ausflug nach Los Angeles, mid-terms und Ausflug nach Palm Springs. Aber alles der Reihe nach.

Junger Mann mit Sonnenbrille und Rucksack vor Palmen-Allee

Ich bin zwar schon seit über zwei Monaten in Kalifornien, war aber in der gesamten Zeit nur einmal in Los Angeles – das klingt schon etwas komisch. Nach reiflicher Überlegung, warum ich bisher nur einmal in Los Angeles war, bin ich zu dem Enstschluss gekommen, dass Kalifornien eben mehr als nur Los Angeles, Malibu oder San Francisco ist.

Der sonnenverwöhnte Staat an der Westküste ist wirklich überall schön. Dennoch stehen diese Städte, und eben Los Angeles, immernoch auf meiner “must-see” Liste. Ich hatte das Glück, dass mich ein Kommilitone, der in einem Stadtteil von L.A. wohnt, zu sich nach Hause einlud. Also nahm er mich nach dem Ende der Vorlesung mit in die Weltmetropole.

Typisch amerikanisch ist die Gegend, in der mein Kommilitione wohnt. Die Straßen sind so breit wie deutsche Autobahnen, so dass ohne Probleme die Air Force One notlanden könnte. Die Häuser in Kalifornien erinnern mehr an Bungalows, da sie alle sehr weitläufig gebaut sind. Das Zentrum der Häuser bildet ohne Zweifel das Wohnzimmer, in dem Fernseher  dominieren. Nicht zu vergessen sind natürlich die hauseigenen Pools im Garten. Kurz gesagt: einige Amerikaner drehen nicht jeden Penny zweimal um. Doch das soll nicht das Gesamtbild manipulieren, denn Los Angeles kämpft mit vielen sozialen Missständen. Bei unserem Ausflug in den prominenten Stadtteil Hollywood fallen neben den ganzen Stars des Walk of Fame auch eben viele Obdachlose auf. Ein Kontrast, der auf jeden Fall einprägsam ist. Nebenbei hatte ich auch das Glück oder eben Unglück den Stern von Präsident Donald Trump zu sehen, denn normalerweise ist dieser beschmutzt, beschädigt oder vollkommen zerstört. Der Abschluss des Tages wurde bei Sonnenuntergang am Strand von Santa Monica gemacht. Es mag vielleicht so wirken, dass ich nur zwei Attraktionen am Tag geschafft habe, aber man muss bedenken, was für ein Verkehrsaufkommen in Los Angeles herrscht. Wer da abends Feierabend machen will, sollte sich vielleicht besser überlegen die Nacht im Büro zu verbringen.

Steinboden mit Handabdruck, Walk of Fame von Marilyn Monroe

Nach einem gelungenen Ausflug nach Los Angeles galt es nun, sich für die Zwischenprüfungen vorzubereiten. In Accounting hat der Professor uns Studierenden aufgetragen, die Fragen der vorangegangen Homeworks beim lernen zu berücksichtigen. Letztlich war es dann so, dass die Prüfung online am Laptop im Klassenraum gemacht wurde. Die Komponente Zeit spielt hier wohl eine untergeordnete Rolle, denn man konnte praktisch den ganzen Tag versuchen, die Aufgaben zu lösen. Allerdings war wirklich jeder sehr schnell fertig mit seinen Prüfungen und man bekam online sofort die Note gesagt. Insgesamt kann ich zufrieden sein. Die anderen midterms verliefen nach dem selben Prinzip. Am Ende der Woche wollte jeder nur noch eins: Spring Break.

Großraumbüro mit vielen Computer-Bildschirmen

Spring Break startete für mich mit einem Ausflug in die Wüste nach Palm Springs. Dort fand gerade eines der größten Tennisturniere der Welt statt und diese Chance wollte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Bei den BNP Paribas Open, so der offizielle Name des Turniers, konnte ich das Halbfinale der Herren sowie das Finale der Herren- und Damen-Doppel sehen. Für mich persönlich war das natürlich eines größten Highlights bis jetzt. Die Krönung des Tages markierte ein “Exhibition Match”, gespielt von Novak Djokovic und Pete Sampras gegen John McEnroe und Turnierdirektor Tommy Haas. Rückblickend kann ich sagen, dass Spring Break nicht besser hätte starten können.

Bis zum nächsten Mal.