Auslandssemester in Kalifornien

Teil 5 (22.04. - 26.05.2019)

Max Roser absolviert ein Auslandssemester an der California State University Channel Islands (CSUCI) und berichtet von seinen Erfahrungen.

Mittlerweile bin ich schon wieder eine Woche in Deutschland. Es ist kaum zu glauben, dass fünfeinhalb Monate in Kalifornien schon vorbei sind. Das letzte Mal habe ich mich noch aus San Francisco gemeldet, und jetzt bin ich schon wieder in der Ortenau. Ein Nonstop Flug mit einer Boeing 747-i8 macht sowas möglich.

Die letzten drei Wochen meiner Zeit auf dem Campus waren vor allem geprägt von den Finals, wie dort die Abschlussprüfungen genannt werden. Demzufolge war die Bibliothek 24 Stunden an sieben Tage in der Woche geöffnet. Einige Studierende ergriffen die Möglichkeit und machten es sich mit Schlafsack und Isomatte gemütlich. Für das leibliche Wohl wurde selbstverständlich auch gesorgt. Kaffee gab es rund um die Uhr und Snacks wurden auch bereit gestellt. Ich persönlich verzichtete auf das Campen.

In meinem Kurs “business operations” stand eine Gruppenpräsentation über ein ausgewähltes Unternehmen als Abschlussprüfung an. Diese zählte circa 40% der Endnote. Insgesamt lief die Präsentation ganz ordentlich. Daneben fand noch in “accounting” sowie “intro to social business” jeweils eine Abschlussprüfung statt, welche teils online am PC und in der Klasse abgehalten wurde. Nach den Finals merkte man deutlich wie die Anspannung von der einen auf die andere Sekunde verschwand und das gewohnt lockere Leben in Kalifornien zurückkehrte. Alle freuten sich auf die langen Semesterferien im Sommer. Für mich allerdings bedeutete dies eins: die Koffer packen. Nun war es also soweit, das letzte mal Tennis mit meinen Freunden, das letzte Mal am Pool, das letzte Mal am Strand von Malibu, und und und. Die Liste könnte ich endlos fortsetzen. In einer finalen Putzaktion unseres Appartments, dass ich mit meinen fünf anderen Roommates teilte, fegten, putzen und polierten wir so gut, als uns nur möglich war. Am Ende waren alle Poster weg, die Möbel wurden zurechtgerückt und die Zimmer waren auf einmal leer. Der Abschied von meinen guten Amerikanischen Freunden fiel mir natürlich extrem schwer. Mit einem Uber ging es dann von der California State University Channel Islands runter nach Santa Monica, wo ich noch für weitere acht Tage in einem Hostel übernachtete. Glücklicherweise kamen noch ein letztes Mal einige Freunde vorbei, sodass wir tagsüber Zeit in Santa Monica, Venice oder Downtown verbrachten. Am Samstag, den 25.05.2019 ging es dann wiederum mit uber zu LAX, wo ich um 19:05 Uhr Ortszeit den kalifornischen Boden verlies.

Nach einer guten Woche Abstand kann ich sagen, dass dieses Auslandssemester wirklich nur perfekt war. Ich habe so viele tolle Erfahrungen gesammelt, gute Freunde gefunden und mein Englisch erheblich verbessert. Außerdem hat es mir die Augen geöffnet, wie die Welt und der Alltag außerhalb der Grenzen Europas aussehen kann. In den letzten Wochen habe ich mich immer mehr wie ein US-Amerikaner gefühlt, da ich mich so an den Alltag gewöhnt habe. Es hat mir einfach so viel Spaß gemacht dort zu leben. Es gab und gibt für mich nichts Schöneres. Es kam sogar soweit, dass ich gar nicht nach Hause gehen wollte.

Nichtsdestotrotz geht es nun hier in Deutschland wieder weiter für mich, was natürlich auch irgendwo seinen Charme hat.

An dieser Stelle möchte ich mich ausdrücklich bei der Volksbank in der Ortenau bedanken, die mir diese unglaubliche Möglichkeit anbot und half, diese wahr zu machen.