Baumpflanzaktionen

Die Ortenau und der Schwarzwald – ein Bild, das man sich fest in unseren Köpfen verankert hat. Die Bedeutung des Waldes für uns, die Region aber auch für unsere Umwelt ist nicht wegzudenken sondern ein fester Bestandteil.


Was leistet der Wald für uns?

Wir haben uns gefragt: Was leistet der Wald für uns? Nun ja – die Antwort ist: Sehr viel!

Erholung Naturschutz Bodenschutz Klimaschutz Trinkwasser

Was leisten wir mit unseren Baumpflanzaktionen

Seit 2012 setzten wir uns erneut für die Aufforstung in der Region ein – in diesem Jahr in der schönen Gemeinde Urloffen.

Insgesamt haben wir in den letzten Jahren 4.000 Eichen mit gemeinsamer Kraft in der Ortenau gepflanzt und somit einen kleinen, aber wichtigen Beitrag geleistet. Auf diesem Weg ist es uns möglich, mit der aktuellen Anzahl an Bäumen einen Abbau von 175.000 kg CO2 zu bewirken.

Hier fanden bereits unsere Baumpflanzaktionen statt

Aktionen in Appenweier, Önsbach und Urloffen sowie 5 in Schutterwald.

So viel CO2 wurde bislang dadurch eingespart:

Steckbrief Eiche

  • Artenanzahl: Es gibt etwa 400 unterschiedliche Eichenarten
  • Verbreitung: Hauptsächlich auf der nördlichen Erdhalbkugel
  • Frucht: Die Eicheln sind ca. 3 cm lang und eiförmig; im oberen Bereich sind sie umhüllt
  • Zeit der Blüte: im Mai
  • Wuchshöhe des Baumes: 30 bis 40 Meter
  • maximales Alter: Eichen können bis zu 1.000 Jahre alt werden
  • Bevorzugte Standorte: auf Böden, die karg und sandig sind; sie gedeihen sehr gut in Lagen bis etwa 1.500 Meter

Interessantes zur Eiche:

  • im Herbst verliert die Eiche nicht nur die Blätter, sondern auch die Eicheln
  • das Holz der Eiche ist von großer Festigkeit und fault nicht
  • die Eicheln werden gerne von Wühlmäusen als Wintervorrat gesammelt
  • der Stamm der Eiche hat im unteren Bereich meist kaum Äste

Waldsterben - auch in unserer Region

Umso trauriger ist die Realität, denn Trockenheit und Hitze in 2018 und 2019 haben die Vitalität der Bäume stark geschwächt und sie damit für Schaderreger anfälliger gemacht. Bilder wie diese sind bei einem Waldspaziergang leider nicht mehr zu ignorieren.

Doch wie schlecht geht es unseren Wäldern wirklich?

Wir haben uns die Lage mithilfe des Waldzustandsmonitors angeschaut, der den Zustand von Fichten, Kiefern und anderen Baumarten von 2003 bis 2019 erfasst. Seit Beginn der Aufzeichnungen war es nie so dramatisch wie im Jahr 2019 – und der Sommer 2020 steht kurz bevor. Auch zahlreiche Studien zeigen, dass v.a. Kiefer und Fichte aber in gewissem Ausmaß auch Buche einen deutlichen Rückgang in Deutschland verzeichnen werden.

Wie passen die Jahre 2018 und 2019 zum sich abzeichnenden Klimawandel?

Im langjährigen Vergleich heben sich die Jahre 2018 und 2019 durch deutlich wärmere Sommer hervor, die zudem geprägt sind von extremen Wetterereignissen wie Hitzewellen, Trockenperioden und punktuell Starkregen mit Hagel und Sturm. Die beobachteten Ereignisse passen zum Muster des globalen, durch den Menschengemachten Klimawandels.

Waldzustandsmonitor - Zustand der Wälder in Deutschland im Zeitverlauf

Der Waldzustandsmonitor verwendet den NDVI (Normalized Difference Vegetation Index), um die Grünheit der Bäume darzustellen. Dafür wertet er das Reflexionsvermögen der Waldflächen im Rot- und Nahinfrarotspektrum aus. Die Flächen, die dunkelrot erscheinen, weisen die niedrigste mit Satellitendaten geschätzte Vitalität im Referenzzeitraum 2003 bis 2019 auf. Hellere Rottöne deuten ebenfalls auf einen unterdurchschnittlich guten Zustand des Waldes hin. Blautöne hingegen zeigen einen überdurchschnittlich guten Waldzustand an. Quelle: Waldzustandsmonitor, Allan Buras TU München/Bayerisches Klimaforschungsnetzwerk. © Volksbank in der Ortenau